Die dritte Wickrather Woche ist bereits wieder Geschichte. Zu Coronazeiten relativ spontan aus dem Hut gezaubert entwickelt sich dieses Event von Jahr zu Jahr weiter. Mittlerweile sind wir bei knapp 400 Pferden und Ponys in fünf Tagen. Es war wie jedes Jahr ein „dickes Brett“ für uns. Wird aber durch unseren vergrößerten Stab an Haupt-und Ehrenamtlichen Helfern immer besser stemmbar.

Die Sichtungen für das Bundeschampionat
Begonnen hat die Woche mit einem Trainingstag, damit die Pferde eine Möglichkeit bekommen, sich mit der nicht ganz einfachen Atmosphäre anzufreunden.
Der Donnerstag war der wichtigste Tag für unsere Youngster, die sich zum Championat nach Warendorf qualifizieren wollten. Festzustellen bleibt, dass wir uns mit der gezeigten Qualität nicht verstecken brauchen.
Gerade bei den Reitponys blicken wir zuversichtlich in Richtung des diesjährigen Bundeschampionats. Die Nennungszahlen sind im Ponybereich zufriedenstellend, auch bei den Dreijährigen. Bei den Reitpferden zeichnet sich ab, dass die Dreijährigenprüfung immer mehr an Bedeutung verliert.
Mit der Nominierung ist es in diesem Jahr so, dass die Warmblüter erst im Anschluss an die Championate in Verden aus einem gemeinsamen Kontingent benannt werden.

Das Fohlenchampionat
Der Freitag war tagesfüllend. Über 120 gemeldeten Fohlen über alle Rassen sind ein Zeichen, dass dieses Championat von unseren Züchtern gerne angenommen wird. Wie wir alle wissen, kann immer nur einer gewinnen. Dennoch war eine ganz hohe Dichte an guten Fohlen vor Ort, die in der weiteren Rangierung oftmals weniger als einen Punkt Unterschied zur nächsten Platzierung hatten. Die guten Fohlen haben wirklich Spaß gemacht beim Anschauen. Das Richtverfahren mit drei unterschiedlichen Richtern, die nicht aus unserem Verband kommen, gab eine unabhängige und neutrale Sicht auf die vorgestellten Fohlen wieder. Wohlgemerkt, dass Korrektheit und Fundament bei so einer Art von Championat immer etwas zu kurz kommen. Die grundsätzliche Idee Fohlen, auf den regionalen Schauen auszuwählen, hat sich bewährt. Es wertet die Fohlenschauen auf und ist eine sinnvolle Vorselektion. Und was uns besonders gefreut hat, ist die Tatsache, dass ausnahmslos alle rheinischen Hengststationen die Veranstaltung mit Deckgeldgutscheinen unterstützt haben.

Online Fohlenauktion
Mit etwas Wehmut haben wir die Fohlenauktion online durchgeführt. Bei unserem tollen Aufbau vielleicht eine Überlegung im nächsten Jahr nochmal in Präsenz zu veranstalten. Aber nichtsdestotrotz, die Auktion verlief besser als wir gehofft haben bzw. das Befürchtete ist nicht eingetreten. Drei Fohlen, die fünfstellig verkauft wurden und eine Verkaufsquote, die die Erwartungen übertroffen hat, ließ den Abend für uns erfreulich ausklingen. Nach der Auktion ist auch der Entschluss gefasst worden, dass wir weitere Auktionsformate in Angriff nehmen wie z.B. eine Last Chance Online-Fohlenauktion für alle Rassen und eine Mixed Sales Auktion. Damit wollen wir denjenigen Züchtern eine Plattform bieten, die ihr Zuchtprodukt noch in diesem Jahr vermarkten möchten.

Die Wickrather Eliteschau
Am Samstag gab es in diesem Jahr die Premiere, dass die Warmblutstuten auch auf dem Pflaster begutachtet wurden. Mit der linearen Beschreibung zusammen war das bei über 50 Stuten ein füllendes Vormittagsprogramm, das für die Zuschauer doch sehr lang wurde. Der eigentliche Schaunachmittag mit seinen Ringen und dem abschließenden Elitering war gewohnt und sehr kurzweilig. Und man muss sagen, der Elitering hat seinen Namen verdient. Eine unangefochtene Siegerstute aus einem sportlichen, über Jahre entwickelten Stutenstamm führte einen Endring an, der bis zur letzten Stute tolle Zuchtperlen präsentierte.

Bei allen weiteren Rassen des Rheinlands traten am Sonntag über 90 Stuten an. Mit der Ausnahme, dass die Kaltblutstuten in diesem Jahr noch ein weiteres Mal nach Münster reisen, um den begehrten Staatsprämien Titel zu erhalten. Bei den Reitponys war wieder einmal zu sehen, dass Sport und Schau nah beieinander liegen. Die herausragende Siegerstute überzeugte bereits am Donnerstag unter dem Sattel. Bei den anderen Rassen waren manche Ringe von der Anzahl nicht zu groß, allerdings ganz oft mit Stuten an der Spitze, die hervorragend waren. Viele Diskussionen über das Für und Wider einer zentralen Stuteneintragung liegen hinter uns. Nach diesem Jahr muss man sagen, dass die Vorteile doch überwiegen und die wenigsten dem alten System nachtrauern.

An beiden Tagen wurde kritisiert, dass zu viel prämiert wurde, aber was gut ist gut.
Mit Sicherheit ist ein Trend der vergangenen Jahre, dass die Züchter zum einen selber streng vorselektieren und nicht mit einer Stute zur Eintragung fahren, die nicht Aussicht auf eine Prämie hat und zum anderen, die wenigsten Stuten noch aus Züchterhand vorgestellt werden, sondern im Vorfeld in professioneller Ausbildung sind und gekonnt präsentiert werden.

 

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